Ich würde nicht sofort alles Süße aus der Küche verbannen, sondern zunächst die größten Zuckerquellen wie Softdrinks, gesüßten Kaffee oder häufige Snacks nach und nach reduzieren. Zum Thema Zuckerentzug fand ich die Einordnung unter
https://zuckerkartell.de/zuckerentzug/ hilfreich, weil dort ausdrücklich zwischen umgangssprachlichem „Entzug“ und einer medizinisch belegten Abhängigkeit unterschieden wird.
Demnach können in den ersten Tagen zwar Heißhunger, Müdigkeit, Reizbarkeit, Kopfschmerzen oder Konzentrationsprobleme auftreten, diese Beschwerden werden aber meist als vorübergehend beschrieben. Für mich klingt deshalb eine schrittweise Reduktion sinnvoller als ein abrupter Schnitt, besonders wenn ich dadurch weniger Gefahr laufe, nach wenigen Tagen frustriert wieder in alte Muster zurückzufallen.
Hilfreich wäre vermutlich auch, Mahlzeiten stärker mit Eiweiß und ballaststoffreichen Lebensmitteln zu planen, damit der Hunger zwischen den Mahlzeiten nicht so schnell zurückkommt. Zusätzlich würde ich versteckten Zucker in Getränken, Müslis, Fertigsaucen und ähnlichen Produkten prüfen, weil dort schnell mehr zusammenkommt, als man im Alltag vermutet.
Statt jedes Verlangen nach etwas Süßem grundsätzlich zu bekämpfen, würde ich mir außerdem bewusst kleine Genussmomente erlauben und für spontane Gelüste Obst oder Nüsse bereithalten. So hätte ich persönlich eher das Gefühl, meine Ernährung dauerhaft umzustellen, anstatt für ein oder zwei Wochen eine strenge „Zuckerfrei-Challenge“ durchzuziehen.